Gotthard und Deep Purple spielen wieder

(Quelle: gotthard.com)
Tuesday,01.12.2009,Amiens
Wednesday, 02.12.2009, Nantes
Thursday, 03.12.2009, Toulouse
Saturday, 05.12.2009, Marseille
Monday, 07.12.2009, Chambery
Tuesday, 08.12.2009, Montbeliard

Konzertbericht aus Gotthard Fan-Zeitung “ALL ACCESS” (ungekürzte deutsche Version)

Bilder bei ristrettopics

Bildlegende: Andreas Below hat das Deep Purple Shirt seiner Frau Sylvia überlassen und trägt jetzt Gotthard.

Rock-Massiv und Urgestein

Special Guest Gotthard mit Deep Purple in München, 15. Nov. 2008

12000 Menschen sind eine Menge Leute. Nur langsam füllt sich die Olympia-Halle in München. Wenn wir ehrlich sind, würden unsere geliebten Jungs von Gotthard wohl alleine nicht so viele Menschen zum Konzert versammeln können. Noch nicht.

2009 soll Gotthard als Headliner grosse Hallen füllen – so der Plan der Band und des Konzertveranstalters. Die letztjährige Tour durch Deutschland als „Anheizer“ von Deep Purple ist ein wichtiger Schritt, sagt Bassist und Gotthard Geschäftsführer Marc Lynn: „Die Tournee mit Deep Purple hat uns einiges gebracht. Gerade in Sachen Fans und neuem Publikum war die Tour auf ganzer Linie ein Erfolg. Es war für uns wichtig, an neue Leute zu kommen, damit wir den Sprung in die grösseren Hallen vollziehen können.“

Soeben haben wir den eingefleischten Deep Purple Fan Andreas Below getroffen, der extra wegen Gotthard noch mal ins Konzert kam und gleich seine Frau Sylvia mitbrachte. Er ist ganz stolz, dass er beim letzten Konzert ein Plektron von Leo ergattert hat. „Steve Lee hat eine Stimme wie David Coverdale“, schwärmt der „konvertierte“ Deep Purple-Fan im nagelneuen, roten Gotthard-T-Shirt.

Steve Lee stimmt ihm da nicht ganz zu: „David Coverdale hat eher eine bluesige Rauchstimme mit tiefem, warmem Sound. Ian Gillan ist mehr mit hohem Timbre versehen. Ich bin irgendwo dazwischen – aber sicher haben mich beide Sänger massgeblich musikalisch beeinflusst.“ Steve bezeichnet Ian Gillan als „eines meiner ersten Idole“. „Sein hohes Oktaven-Vermögen und vor allem sein Songwriting haben Rock-Geschichte geschrieben“, sagt Lee.

Es ist so weit – Gotthard betreten die Bühne vor einem riesigen Gotthard-Logo aus der „Lipservice“-Tour. „Master of Illusion“ und „Gone too far“ hätten in der Schweiz bereits jeden Saal zum Kochen gebracht. Aber hier ist das Publikum zäh – man spürt förmlich, dass viele nur auf Deep Purple warten und Gotthard ganz einfach nicht kennen. „Top of the World“, „ The Call“, „Mountain Mama“ und „All We Are“ rauschen immer noch am Grossteil des Publikums vorbei. Man ist wohlwollend, aber nicht richtig begeistert. Erst das in höchsten Höhen angesiedelte Scat-Duell zwischen Steves Stimme und Leos Gitarre lässt die Leute aufhorchen. Steve stellt Ernesto Ghezzi vor, den Keyboarder, der Nicolo Fragile auf der Deep Purple Tour vertritt. Und dann dreht Steve Lee noch mal richtig auf und schmettert ein sorgfältig getimtes „Falling“ in die Menge. Und da ist es – beim nächsten Song, „Let It Be“ hat Gotthard endlich den Saal erobert. Selbst wer noch in den Gängen auf den Haupt-Act wartete, kommt neugierig in die Halle.

„Die Reaktion des Live Publikums ist für uns wie für jede andere Band auf dieser Erde sehr wichtig“, sagt Gitarrist Freddy Scherer. „Je besser die Stimmung, desto besser kommen wir in Fahrt und desto länger ist das Konzert, desto mehr Zugaben spielen wir. Es ist wie im normalen Leben … es ist ein Nehmen und Geben.“ Bei den 13 Konzerten als „Special Guest“ von Deep Purple im November 2008 war es natürlich nicht möglich, so viele Zugaben zu spielen wie bei einem Konzert als Headliner. Trotzdem – eine gute Stunde Gotthard reichte, um das deutsche Publikum und die dortige Presse – fast überall – zu überzeugen.

„Said And Done“ fegt in die Menge, der „Oscar“ wird nachgereicht und bei „Lift U Up“ kommt noch mehr Bewegung ins Publikum, Steve Lee verabschiedet sich mit den Worten „See you – anytime, anywhere“ – und dem gleichnamigen Lied. Keine Zugaben heute. Dafür betritt nach Abgang von Gotthard ein etwas ungewöhnlicher Zwischen-Act die Bühne – ein Mann mit Staubsauger. Warum denn das bitte? Das Warten auf Deep Purple beginnt.

Es gibt Bilder und Melodien, die einem sofort einfallen, wenn man an den Musikstil „Rock“ denkt. Die in virtuellen Fels gehauenen Portraits der Deep Purple Musiker auf dem Album „Deep Purple in Rock“ etwa. Oder die pochenden Anfangstakte von „Smoke on the Water“. Gotthard Gittarist Leo Leoni: „Ritchie Blackmore hat mit ‚Smoke on the Water’ den ultimativen Gitarren-Riff aller Zeiten geschrieben! Wobei Steve Morse natürlich auch ein absoluter Ausnahme-Musiker ist, ein unglaublicher Gitarrist.“ Auf einen Vergleich mit seinen eigenen Künsten will sich Leoni nicht einlassen und meint nur grinsend: „Leo ist … Leo!“ Vielleicht hätte er noch sagen sollen, dass er – anders als Ritchie Blackmore mit seinem „Erzfeind“ Ian Gillan – sich nach wie vor blendend mit Steve Lee versteht.

Später als gedacht geht der Haupt-Act los. Die Bühne wirkt leer, aber die Präsenz der „Godfathers of Rock’n’Roll“ füllt die gesamte Halle. Wo Gotthard einen ausgefinkelten Klangteppich hinlegte, klingt es hier eher unplugged. Weniger ist mehr – die Herren haben es immer noch drauf, auch und vor allem der vergleichsweise junge Gitarrist, Steve Morse. Nur der alte Mann, der barfuss im weissen T-Shirt und Jeans auf der Bühne steht, wirkt zeitweise peinlich bei seinem Bemühen um hohe Töne. Weil Ian Gillan barfuss singt, musste man also den Bühnenboden noch mal reinigen. Na ja – er soll ja früher noch ganz andere Dinge auf der Bühne getrieben haben. Auch das ist Rock’n’Roll. Bei „Strange Kind of Woman“ spürt man sogar einen Funken der alten Pracht in der Stimme des nunmehr 63-jährigen. Doch halt – eigentlich sind solche Gedanken nicht nur ungerecht, sondern auch unangebracht. Der Mann ist Rockgeschichte – basta!

Steve Lee hat auf unsere Frage, ob er in Gillan’s Alter noch auf der Bühne stehen wolle, sofort eine Antwort parat: „Warum nicht? Sollte ich dann noch die Stimme und Qualität haben, um gute Konzerte zu liefern …dann sicher.“ Was Ian Gillan schon seit Jahren nicht mehr auf die Bühne bringt, nämlich „Child in Time“, konnte Steve Anfang 2009 bei zwei Konzerten mit Ex-Deep Purple-Organist Jon Lord und Orchester zum Besten geben, einmal in Zürich und einmal in Luzern. Steve: „Es war ein tolles Gefühl für mich, mit Jon und einem 100-köpfigen Orchester aufzutreten.“

Steve Morse streichelt die Töne zu „Contact Lost“ aus seiner Gitarre, einem Stück, das entstand, als er hilflos mitansehen musste, wie das NASA-Spaceshuttle „Columbia“ am 1. Februar 2003 beim Landeanflug explodierte. Während der Mission hatten die Astronauten, darunter ein riesiger Deep Purple-Fan, mail-Kontakt mit der Band gehabt. „Contact Lost“ ist ein kurzes Stück, wenn auch ein extrem virtuoses. Andere Soli sind deutlich länger, zum Beispiel wenn Don Airey in die Tasten greift – Jon Lord hat ja schon seit längerem andere Projekte. Auch Drummer Ian Paice und sogar Bassist Roger Glover holen zu Solo-Acts aus. Ob eine heutige Band wie Gotthard so was überhaupt dürfte?

Marc Lynn hält wenig von Bass-Soli, auch wenn er bei dieser Aussage grinsen muss: „Bass Solo? Ich spiele schon viel während der Songs. Also, wer genau zuhört, findet da auch eine gewisse Genialität. Ansonsten gibt es für mich nur Drum- und Guitar Soli, die interessant sind. Nein, ich mag keine Bass Soli ….“. Auch Gotthard-Drummer Hena Habegger will sich mit Soli eher zurückhalten, sagt er: „In den ‚early days’ der Rockmusik konnten Songs locker mal 20 Minuten lang dauern. Live wurde experimentiert und improvisiert ohne Ende. Da ist wohl noch etwas hängen geblieben bei Deep Purple. Heute liegt in der Kürze die Würze.“

Deep Purple brauen weiter ihr Gemisch aus Genialität und Anachronismus. Ist der Synthesizer, in den Don Airey haut, nicht schon über 20 Jahre alt? Sowas baut man heute ja gar nicht mehr. Es ist wohl dieser Schuss Anarchie, was zum einen den Reiz des Rock-Urgesteins ausmacht, zum anderen heute aber schlicht nicht mehr möglich ist. Und die Musiker von Gotthard hören zu, halb versteckt hinter den Verstärker-Türmen, und sie beobachten das Treiben ihrer historischen Wegbereiter.

Hena Habegger hat die Chance gerne ergriffen, seinen doch etwas älteren Drummer-Kollegen von Deep Purple so hautnah in Aktion zu erleben: „Ian Paice hat einen unverkennbaren, eigenen Stil. Er swingt wie eine Feder im Wind. Ich habe ihn während der Tour analysiert und konnte ihm ein paar Tricks abgucken. Ich aber gebe gerne mal Gas und liebe druckvolles Spiel. Mein Schlagzeug ist kein Streichelzoo.“

Darauf haben alle gewartet – nach „Space Truckin’“ und „Highway Star“ erklingt endlich „Smoke on The Water“ – und da steht tatsächlich Leo auf der Bühne und rockt zusammen mit Steve Morse los – die beiden liefern sich das schönste Solo-Duell und grinsen um die Wette. Jedem Gotthard-Fan rinnt es jetzt wahrscheinlich wohlig über den Rücken und mancher Deep Purple-Fan begreift nun endlich wirklich, wie nah das Schweizer Rock-Massiv am Rock-Urgestein liegt, musikalisch wie menschlich.

Mit Steve Morse zusammen die historischen Akkorde von „Smoke“ anzuschlagen, war ein grossartiges Gefühl für ihn, sagt Leo Leoni: „Das war sicher ein unvergesslicher Moment in meiner musikalischen Karriere und es war einfach ein Wahnsinns-Spass – auch für Steve, da bin ich mir sicher.“

Egal wie, Deep Purple ist und bleibt Rockgeschichte und hat wohl jeden jungen Musiker geprägt, auch Freddy Scherer. „Das allererste Gitarren Riff, dass ich je auf einer elektrischen Gitarre gespielt habe war … oh Wunder… Smoke on the Water. Mit meiner Schülerband haben wir dann allerdings eher Lieder von AC/DC und Status Quo nachgespielt.“

Hat so jemand wie Ritchie Blackmore Einfluss auf die musikalische Entwicklung eines jungen Gitarristen? Freddy: „Grosse Gitarristen beeinflussen einen natürlich sehr. Obwohl der Grundstil irgendwann mal gelegt ist, entwickelt man sich stets weiter und probiert immer wieder neue Sachen aus, oder man geht, je nach dem, auch wieder zu seinem alten Stil zurück back to the roots.“

Der Saal tobt – natürlich müssen Zugaben her, leider wieder ohne Leo. Deep Purple lassen „Lazy“ über die Bühne fetzen, und setzen mit einer psychedelischen Version von „Hush“ nach – meilenweit entfernt von dem Mitsing-Reisser, den Gotthard üblicherweise aus dem Stück macht. Nachdem die letzten Takte von „Black Night“ verklungen sind, entlässt man die „Dinosaurs of Rock“ in den wohlverdienten Feierabend. Und nun setzt so etwas wie ein wohliges Glühen in der Herzgegend ein. Ahhh! Rock’n’Roll!! Was für ein Fest!!!

Und wie geht es jetzt weiter? War die Tour mit Deep Purple wirklich ein Türöffner für eine neue Ära von Gotthard als noch grösserer Publikumsmagnet – auch in Deutschland? Marc Lynn hat die Antwort: „Der weitere Weg für uns ist zuerst einmal eine neue CD zu schreiben. Danach soll natürlich die CD mit einer Tour promotet werden und dann wird der Zeitpunkt sein, wo wir anhand der Besucherzahlen sehen, ob sich die Deep Purple Tour für uns gelohnt hat. So soll es natürlich auch für das Ausland sein.“

Web-Tipp: http://www.musicmirror.de/reviewsarchiv381.htm – deutscher Text zum Konzert, diverse Video-Mitschnitte, darunter auch der von “Smoke on the Water” featuring Leo Leoni.

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Pressestimmen

Freiepresse:
„Wer sich das Schweiz Hard-Rock-Massiv Gotthard als Vorband zur Tour einlädt, der muss schon das Selbstverständnis eines Achttausenders haben. Wem, wenn nicht dem britischen Denkmal Deep Purple sei ein solches zugebilligt. Dass sich die Altrocker damit allerdings einen Bärendienst erwiesen, ließ sich am Freitagabend zum Auftakt ihrer aktuellen Deutschland-Tournee in der mit 8000 Menschen sehr gut gefüllten Arena Leipzig besichtigen. Die Schweizer legten mit Vitalität, Spielfreude, glasklarem Sound und vor allem mit der Wahnsinns-Röhre von Sänger Steve Lee die Latte so hoch, dass die mit der aktuellen Tour 40-jähriges Bestehen feiernde Legende ab und zu drunter durch schrammte. …. Bei Titeln wie “Space Truckin'” kam Gillan an die Grenzen seiner Stimme, die lange Zeit eine der kraftvollsten und markantesten im Rockgeschäft war: Nun stahl ihm Gotthard-Frontmann Lee die Schau.“

Frankfurter Rundschau:
„Jetzt reden wieder alle über das Wetter und die, so Ritchie Blackmore, “lausige” Nummer “Smoke On The Water”. Bekanntlich erzählt das Lied von einem Casinobrand, der Rauch zog über den Genfer See. Dazu passt, zumindest auf dem weiten Feld des Assoziativen, Gotthard, eine Band aus Lugano, die in der Schweiz ganz groß ist und zurzeit überall vor Deep Purple auftritt.

Thüringen Kulturspiegel:
„Zu Gast auf der Jubiläumstour ist mit „Gotthard“ die erfolgreichste Band der Schweiz. Als beständiges Team haben sie über mehr als 15 Jahre hinweg einen Stein nach dem anderen gesetzt: zehn Nummer-Eins-Alben, ein Diamant-Award für eine Million verkaufter Alben, drei Mal Dreifachplatin, vier Mal Doppelplatin, vier Mal Platin, eine vergoldete Single. Insbesondere seit ihrem Album „Lipservice“ (2005) konnte die Mannschaft um Ausnahmesänger Steve Lee ihre Historie noch einmal um ein ganzes Matterhorn an Erfolgssteinchen aufstocken. Sämtliche Songs für ihre aktuelle CD „Domino Effect“ entstanden in nur anderthalb Monaten. „Wir waren und sind in einem regelrechten Flow“, beschreibt Basser Marc Lynn begeistert. „Und wir haben das gute Gefühl, dabei nicht nur zeigen zu können, wo wir stehen, sondern auch, wo wir noch hin wollen.“ Gotthard rocken auf „Domino Effect“ genauso stark und mitreißend los, wie sie das auf „Lipservice“ getan haben. Sie präsentieren sich dabei nur noch ein Quäntchen selbstbewusster ihren Wurzeln gegenüber. So beeindruckt die Scheibe insbesondere durch eine große Atmosphäre.“

The Pit:
„Die Schweizer Hard Rocker sind stilistisch auf jeden Fall eine recht gute Wahl und auch mir nicht ganz unbekannt, wenngleich mir ihre Platten im Detail nicht wirklich geläufig sind. Der Sound ist okay und das Sextett (man hat sich live mit einem Keyboarder verstärkt), weiß ganz gut Unterhaltung zu bieten, Stücke wie „Master Of Illusion“ vom aktuellen Album „Domino Effect“ oder auch „Mountain Mama“, „Top Of The World“ und der EM-Song „Lift U Up“ sind solider Hard Rock. Wenig spektakulär, auf Dauer etwas eindimensional, aber wie gesagt ganz unterhaltsam. Zumindest herrscht reichlich Bewegung auf der Bühne: Sänger Steve Lee hat sämtliche Klischee-Posen im Gepäck und Gitarrist Leo Leoni (der ein bisschen wie Mat Sinner aussieht) offenbart akrobatische Fähigkeiten, indem er in bester Jimi-Hendrix-Manier seine Klampfe auch gerne mal auf dem Rücken spielt. Die Schweizer lassen nichts unversucht, das zurückhaltende Publikum zu animieren, bringen sogar solch peinliche Floskeln (um auf gaaanz toll elegante Art den Song „The Oscar Goes To You“ anzukündigen) wie: „Wenn es einen Oscar für das beste Publikum geben würde, ihr hättet ihn gewonnen.“ – Oh Mann, mal ganz was Originelles…“

Südthüringer Zeitung:
„Deep Purple, seit fast 40 Jahren der Mercedes unter den Rockbands der mittelharten Sorte. Seit der Finanzkrise ist alles anders. Bei Daimler. Leider auch bei Deep Purple. Deren Kursverfall war am Dienstagabend in Erfurt zu besichtigen. Deep Crisis. …. Wird Gillan die hohen Passagen schaffen? Er schafft sie nicht. Und er schafft sie auch bei den folgenden Stücken nicht. Quälend presst er manche der schrillen Töne heraus, auf der Videowand sieht man es in Großaufnahme, in die Begeisterung der kochenden Meute mischt sich Mitleid, es ist, als seien 100 000 Volt in ihm, nur kann er sie nicht entladen. Fast wünscht man sich den wirklich guten Steve Lee ans Mikro, über dessen Vorband „Gotthard“ man sich wegen ihres selbstbewusst langen 70-Minuten-Auftritts zuvor ein bisschen geärgert hatte.“

Zeit für Legenden
Jahreszahl Gotthard Deep Purple
1968 Steve Lee (geboren 1963) wird am 5. August 5 Jahre alt. Gründung, erster Hit „Hush“, Alben „Shades of Deep Purple“ und „The Book of Taliesyn“
1969 Marc Lynn (geboren 1964) wird am 7. April 5 Jahre alt. Album „Deep Purple“. Jon Lord’s Komposition „Concerto for Group and Orchestra“ wird aufgeführt. Sänger Ian Gillan und Bassist Roger Glover werden von einer anderen Band abgeworben
1970 Album „Deep Purple in Rock“ als Gegensatz zu den Aufnahmen mit klassischem Orchester
1971 Leo Leoni (geboren 1966) wird am 6. April 5 Jahre alt. Freddy Scherer feiert am 21. Oktober den 5. Geburtstag. Album “Fireball”, Entstehung von “Smoke on the Water” bei Aufnahmen zum Album „Machine Head“ in Montreux
1972 Hena Habegger (geboren 1967) wird am 15. August 5 Jahre alt. Album „Machine Head“, Live-Doppelalbum „Made in Japan“
1973 Album „Who Do We Think We Are“. Ian Gillan verlässt die Band, Roger Glover folgt ihm
1974 Alben „Burn“ und „Stormbringer“ mit David Coverdale als Sänger und Glenn Hughes am Bass
1975 Gitarrist Richie Blackmore verlässt die Band und gründet „Rainbow“ er wird durch Tommy Bolin ersetzt; Album „Come Taste the Band“
1976 Auflösung der Band im Sommer, Bolin stirbt noch im selben Jahr, erst 25jährig, an einer Überdosis
1976-1984 Diverse Soloprojekte
1984 Wiedervereinigung von Blackmore, Gillan, Glover, Lord und Paice. Album „Perfect Strangers“
1987 Album „The House of Blue Light”
1988 Live-Album “Nobody’s perfect”, neue Version von “Hush” als Single zum 20-jährigen Band-Jubiläum
1989 Ian Gillan verlässt die Band wegen Differenzen mit Richie Blackmore, Joe Lynn Turner von Rainbow ersetzt ihn
1990 Steve Lee (Vocals and Drums), Leo Leoni (Gitarre) und Marc Lynn (Bass) gründen die Band „Krak“ Album „Slaves & Masters“
1991 Hena Habegger stösst als Drummer zur Band, Chris von Rohr (Krokus) wird Produzent, die Band bekommt den neuen Namen Gotthard.
1992 Das Debut-Album „Gotthard“ landet aus dem Stand auf Platz 5 der nationalen Charts.
1993 Igor Gianola steigt als Tour-Gitarrist ein. Lord, Paice und Glover holen Gillan zum 25-jährigen wieder zurück, man spielt das Album „The Battle Rages On“ ein. Im November desselben Jahres verlässt Blackmore die Band für immer. Joe Satriani springt an der Gitarre ein.
1994 Das Album „Dial Hard“ erreicht in der Schweiz Platz 1. Steve Morse wird Gitarrist von Deep Purple.
1995 Live-Album „Hamburg Tapes“
1996 Album „G.“. Mandy Meyer (Krokus) steigt als zweiter Gitarrist ein. Album „Purpendicular“.
1997 Umplugged Live-Album „D-Frosted“
1998 Tour durch Frankreich mit Deep Purple. Album „Abandon“
1999 Album „Open“ Jon Lord’s „Concerto for Group and Orchestra“ wird erneut in der Royal Albert Hall in London aufgeführt, zusammen mit Songs von Deep Purple und Stücken aus den Solokarrieren der Bandmitglieder.
2000 Album „Live at the Royal Albert Hall“
2001 Album „Homerun“ Box-Set “The Soundboard Series”
2002 Balladen –Compilation „One Life One Soul“, DVD “More Than Live” Jon Lord verlässt die Band und wird durch Don Airey ersetzt.
2003 Trennung von Produzent Chris von Rohr, Rückkehr zu härterem Rock. Album „Bananas“
2004 Freddy Scherer übernimmt den Part von Mandy Meyer. Album „Human Zoo“. Compilation „One Team One Spirit“
2005 Album „Lipservice“ Album „Rapture of the Deep“
2006 Live Album mit DVD „Made in Switzerland“
2007 Album „Domino Effect“. Mit „The Call“ und „Lift U Up“ auf „Metallic Emotions“
2008 „Lift U Up“ wird zum Schweizer Fan-Song der EM 2008. Tour durch Deutschland mit Deep Purple. Tour zum 40-jährigen Jubiläum mit Special Guest Gotthard.

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About Elisabeth Schabus (477 Articles)
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