Aus dem April-newsletter von August Höglinger:
“Ich saß mit einem 56jährigen Mann im Boot und wir stiegen als letztes Paar ins Wasser. Alle waren schon ein Stück voraus und waren drauflos gepaddelt. Wir stiegen langsam ein und entschieden uns, wir fahren ohne jede Anstrengung und ohne zu rudern. Wir sahen nur zu, dass wir in die Mitte des Flusses kommen, dorthin wo die höchste Fließgeschwindigkeit ist.
Nach drei Kilometern hatten wir das Boot vor uns schon eingeholt. Sie paddelten zwar wie wild, aber nicht harmonisch und fuhren eher Zick-Zack. Nach zehn Kilometern erreichten wir als zweites Boot das Ziel ohne uns irgendwie angestrengt zu haben.
Unsere Erkenntnis:
Bin ich mitten im Fluss des Lebens, dann trägt es mich vorwärts, beruflich, privat, fast wie von selbst, ohne dass ich mich schinden muss. Um im Fluss des Lebens zu sein, muss man sich mit seinen Ängsten auseinandersetzen, sonst traut man sich nicht mehr weg vom sicheren Ufer. Und je näher ich am Ufer bin, umso mehr muss ich rudern um weiterzukommen, umso mühseliger und anstrengender ist das Leben und umso weiter bin ich weg vom großen Strom, der das Leben ausmacht.”
Sic!
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