KAPRINGEN Hohelied auf den europäischen Film /KING KELLY – Yikes Yankees …

OK, this never happened before – I actually went out of a film within the first 20 minutes. Because it was so effing stupid (yes, the F-word, other four-letter words and drugs, KING KELLY is the name of the thing – can’t call it film – would be an experiment, if it wasn’t trying to mainstream, just a bit … bleh) … forget it, erase it ….

So – now to the review of a REAL FILM, a first screening in German speaking countries (it ran in Venice – highly acclaimed) of
A HIJACKING – KAPRINGEN. And here goes (in German of course …)
Warum der europäische Film international nicht mehr Beachtung findet, ist mir schleierhaft. Vielleicht, weil das Englische die Welt zu beherrschen glaubt. Und dieser Film war dänisch, sozusagen eine nordische Hardcore Version von “The Negotiator” – nur viel besser, weil NICHT aus den USA (verdammt, die haben mich jetzt wirklich verärgert).

Also, nordische Ruhe, … tack!

KAPRINGEN von Tobias Lindholm erzählt die Geschichte, wie ein dänischer Frachter von somalischen Piraten entführt wird – und der CEO der Schiffahrts-Linie von Kopenhagen aus die Verhandlungen mit den Entführern führt und menschlich beinahe an der Aufgabe zerbricht. Sein Berater weist ihn an, hart zu verhandeln, wie im Bazar. Als ginge es um ein ganz normales Geschäft, nicht um das Leben seiner Besatzung.  “Sonst kommen die nur auf die Idee, sie hätten hier eine Goldader, betrachten das erste Geld als Vorschuss und wollen immer mehr”, sagt der Berater leidenschaftslos und schlägt vor, dass ein Profi das Verhandeln übernimmt. Doch der erfolgsverwöhnte, ruhige CEO (fantastisch gespielt von Søren Malling) will das selbst machen. Es gehe schliesslich um seine Leute, meint er kühl. Die Verhandlungen ziehen sich, und der kalten Stahl und Glas-Atmosphäre im Copenhagener Büro steht das in uringelb, kackebraun, grün und blutrot gehaltene Desaster aus Dreck, Schweiss und Tränen auf dem Frachter entgegen. Der Schiffskoch, ein bulliger Vikingertyp mit blitzenden Augen (gespielt von Pilou Asbæk – chapeau, ein Wahnsinns-Schauspieler) gerät ganz besonders zwischen die Fronten, sein Leid wird von den Piraten als bösartig psychologischer Erpressungsversuch gegenüber dem CEO eingesetzt – lange, grauenvolle 170 Tage lang. Unbedingt anschauen, aber daran denken – das ist kein Hollywood-Schinken. Hier geht’s beinhart zu – das ist ein Thriller, der unter die Haut geht. Gleich vorweg: Es geht gut aus, aber es gibt kein Happy end … diesen Film werde ich nicht vergessen, er ist bis zur langen, letzten Einstellung jede Sekunde Aufmerksamkeit wert.

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I see, I like, I write ... mostly about cinema and actors, but also about politics or economy. In English, auf Deutsch, på svenska. This ORF trained news journalist (TV, radio), who has also worked in corporate publishing for international brands and written/edited tons of magazines, has become a blogger out of passion.

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